Die Wahl ist selten eine Geschmacksfrage. In der Praxis entscheidet die Software, die Sie betreiben müssen, alles Weitere folgt daraus.
Die Ausgangsregel
Stellen Sie sich eine Frage: Gibt es das Programm, das Sie hosten möchten, in einer Linux-Fassung?
- Ja → nehmen Sie Linux. Günstiger, leichter, serverseitig besser dokumentiert.
- Nein → nehmen Sie Windows. Verlieren Sie keine Wochen damit, Windows-Software unter Wine zum Laufen zu bringen.
Die Fälle, die Windows erzwingen, sind gut erkennbar: Trading-Software wie MetaTrader, Fachanwendungen auf älterem .NET Framework, automatisierte Büroprogramme, Spiele oder Bots ohne Linux-Fassung, Windows-Testumgebungen.
Die tatsächlichen Kosten
| Linux-VPS | Windows-VPS | |
|---|---|---|
| Systemlizenz | Kostenlos | Im Preis enthalten |
| Einstiegspreis | Ab 5 € | Ab 8,99 € |
| Speicher im Leerlauf | 150–300 MB | 1,5–2 GB |
| Zugang | SSH | Remotedesktop (RDP) |
Der Preisunterschied stammt von der Windows-Server-Lizenz, die der Hoster zahlt und weitergibt. Der Speicherunterschied wiegt ebenso schwer: Auf einer 4-GB-Maschine belegt Windows die Hälfte, bevor Ihre Anwendung überhaupt startet.
Was Linux besser kann
- Webdienste. Nginx, PHP, Node.js, Python, PostgreSQL: Das Server-Ökosystem ist dort entstanden.
- Container. Docker und Kubernetes sind unter Linux nativ.
- Automatisierung. Alles ist skriptbar und reproduzierbar.
- Leichtigkeit. Ein Debian-Webserver läuft bequem mit 1 GB.
Was Windows besser kann
- Die grafische Oberfläche. Sie sehen einen Desktop und klicken. Für gelegentliche Nutzung oder Fachsoftware ist das entscheidend.
- Anwendungskompatibilität. Für Windows entwickelte Software läuft dort ohne Anpassung.
- Active-Directory-Integration, wenn Ihre Organisation ohnehin darauf setzt.
- Der Einstieg. Keine Kommandozeile, die man erst lernen muss.
Die Frage der Administration
Beide brauchen Pflege, aber unterschiedliche:
Unter Linux geht es vor allem um die SSH-Konfiguration — direkten Root-Login abschalten, Schlüssel statt Passwörter — und um Paket-Updates.
Unter Windows ist der RDP-Port der kritische Punkt. Ein im Internet offener 3389 mit schwachem Passwort wird binnen Stunden nach dem Start gescannt und angegriffen. Beschränken Sie ihn in der Firewall auf Ihre IP-Adressen, benennen Sie das Administratorkonto um und spielen Sie die monatlichen Updates ein.
Unsere Empfehlung
Wählen Sie standardmäßig Linux: günstiger, leichter, und Sie finden online zu fast jeder Frage eine Antwort. Wählen Sie Windows, wenn eine bestimmte Software es verlangt — und nehmen Sie dann nicht das kleinste Angebot.
Unsere Linux-VPS starten bei 5 €, unsere Windows-VPS bei 8,99 € inklusive Lizenz. Beide enthalten eine dedizierte IPv4 und Premium-DDoS-Schutz.