Ein frisch bereitgestellter Windows-VPS ist funktionsfähig, verdient aber einige Einstellungen, bevor Sie darauf Dienste installieren, die im Internet erreichbar sind.
1. Das Administratorpasswort ändern
Ersetzen Sie bei der ersten Anmeldung das standardmäßig vergebene Passwort durch ein langes, einmaliges Passwort — mindestens 14 Zeichen, mit Großbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen. Über die Systemsteuerung oder die Windows-Einstellungen im Bereich Konten.
2. Einen eigenen Benutzer für den Alltag anlegen
3. Den Standard-RDP-Port ändern
Der Standard-RDP-Port (3389) ist das erste Ziel automatisierter Scans. Ihn zu ändern macht die Verbindung nicht grundsätzlich sicherer, verringert aber die Menge automatisierter Verbindungsversuche in den Protokollen deutlich.
In der Windows-Registrierung (regedit) findet sich der Schlüssel unter:
HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Terminal Server\WinStations\RDP-Tcp\PortNumber
4. Automatische Updates aktivieren
Prüfen Sie in Windows Update, dass Sicherheitsupdates automatisch installiert werden — das ist der einfachste und wirksamste Schutz gegen Lücken, die zwar bereits behoben, aber ab ihrer Veröffentlichung massenhaft ausgenutzt werden.
5. Die Windows-Firewall einrichten
Siehe den eigenen Artikel zur Verwaltung der Windows-Firewall: Öffnen Sie nur die Ports, die von den Diensten, die Sie bereitstellen möchten, tatsächlich genutzt werden.
6. RDP-Anmeldeversuche begrenzen
Eine Richtlinie zur Kontosperrung nach mehreren fehlgeschlagenen Anmeldungen (einstellbar in den lokalen Sicherheitsrichtlinien, secpol.msc) begrenzt die Wirksamkeit eines Brute-Force-Angriffs auf das Passwort.